Wenn Blogs die Zwischenmenschlichkeit ersetzen
Es ist schon irgendwie komisch, selber in einem Blog darüber zu schreiben, wie ätzend Blogs sein können. Aber ich kann es mir nicht verkneifen. Wie Ihr wisst haben wir in den letzten Wochen an insgesamt drei Standorten rund 120 Client-Systeme und 4 Server (quasi den gesamten Verzeichnisdienst) ausgetauscht, diverse Software-Produkte aktualisiert, ohne irgendwelche Downtimes für den User. Freitag abend alten Rechner runter fahren, Montag morgen neuen Rechner hoch fahren und weiter arbeiten. Ohne nennenswerte Probleme. Gut, dass die wenigsten User auch nur ansatzweise erahnen können, dass in dieser für den User nur kurzen Umstellungsphase rund ein halbes Jahr Arbeit steckt, ist nicht weiter schlimm. Wenn sich aber hinterher die Reaktion der User auf einen kurzen Eintrag im hauseigenen Blog mit drei Kommentaren beschränken, finde ich das ein echtes Armutszeugnis.
Ja ich weiss, no News are good News, aber wenn ich meinem Kollegen nicht oder per Blogeintrag dafür danke, dass sich die IT-Abteilung diverse Abende und Wochenenden um die Ohren gehauen hat damit ich jetzt einen nagelneuen 24″ iMac vor mir stehen hab, wird mir klar, warum so eine riesen Lücke zwischen DAUs und Admins klafft.
Jeder der schon mal den Gesichtsausdruck eines Kollegen gesehen hat, der von einem anderen Kollegen für seine gute Arbeit gelobt wurde, wird verstehen, warum ich es ätzend finde, wenn sich solches Lob in ein Blog verlagert …








