Erfolgreich Airport Express Station flott gemacht
Dank eines zwar recht knappen, aber sehr hilfreichen Artikels auf mactechnews.de, habe ich es soeben erfolgreich geschafft meine Airport Express Station wieder flott zu machen. Wie in dem Beitrag beschrieben, habe auch ich die nötigen Teile bei Farnell bestellt - das geht allerdings nur, wenn man ein Gewerbe betreibt, oder Student ist. Bei Conrad habe ich leider keine Bauteile mit den passenden Spezifikationen gefunden. Falls jemand eine andere Einkaufsmöglichkeit für Endkunden kennt, möge er es posten.
Gut - nachdem die Einzelteile geliefert sind, kommt der mit Abstand schwierigste Part. Das öffnen des Gehäuses. Leider sind die beiden Teile miteinander verklebt, was das öffnen schwierig gestaltet. Ich habe das Gehäuse entlang einer Seite aufgeschnitten, und dann McGyver mäßig aufgehebelt. Wenn man das mit etwas Gedult und nicht all zu viel roher Gewalt macht, bekommt man die beiden Teile auseinander, ohne das Gehäuse großartig zu zerstören. Es sei aber gleich erwähnt, dass man es nicht wieder zusammensetzen kann, sodaß es von alleine zusammen hält. Es wird an den Rändern der beiden Teile einige Blessuren davon tragen, aber ich denke das ist erträglich. Sobald man die Teile auseinander hat, sollte man die Platine des Netzteiles herausnehmen (Schraube lösen), und die drei defekten Bauteile von der Platine entfernen.

Hier sehen wir die Platine mit entfernter Sicherung (das schwarze Teil mit gelben Klebeband), sowie die neue Sicherung und der Stelle wo sie hin soll. Generell sei eine Entlötsaugpumpe empfohlen, mit ein wenig Geschick geht es aber auch ohne. Man sollte nur auf die kleinen Wiederstände an der Unterseite aufpassen. Die sitzen recht dicht an der ein oder anderen Lötstelle, und sollten auf der Planite bleiben!

Hier ist die neue Sicherung eingesetzt und verlötet. Dieser Heisskleber überall ist ein wenig nervig - den muss man von dem ein oder anderen Bauteil erst entfernen, was aber relativ einfach von der Hand geht.

Als nächstes kommt der große Kondensator oben links auf der Platine dran. Der einfachste Teil der Prozedur. Schwieriger wird der kleine Chip darunter. Auf ihm sitzt noch ein kleiner Kühlkörper, den man einfach abziehen kann (auf dem Bild bereits entfernt). Die doppelseitige Klebefolie sollte nach Möglichkeit am Kühler bleiben, dann kann man ihn später ganz einfach auf den neuen Chip kleben.

Hier sind nun Kondensator und Chip entfernt. Der Chip ist bei der Aktion komplett kaputt gegangen, da ich nicht das nötige Werkzeug hatte, achtbeinige Chips von der Platine zu bekommen. Habe daher erstmal die linke Reihe Beine mit einem kleinen Saitenschneider durchtrennt, und dann den Chip duch auf- und abbiegen auch von den restlichen Beinen getrennt. Danach müssen die Lötstellen von Zinn und den Resten der Beine gesäubert werden (Entlötsaugpumpe!). Dann gehts weiter mit dem Einsetzen der neuen Komponenten. Für alle, die wie ich von Elektrotechnik soviel Ahnung haben wie ein Schwein vom Klettern, sollten sich die zu entfernenden Bauteile VOR der Demontage genauer anschauen, damit sie die neuen Teile auch richtig auf die Platine löten …

Hier sind die neuen Teile bereits verbaut, und auch der Kühlkörper sitzt wieder wo er hin soll.

Hier ist das Netzteil wieder an seinem Platz und muss nur noch mit dem “Logik-Teil” verbunden werden.

Erster Funktionstest, und siehe da, das Netzteil tut wieder seinen Dienst - zumindest zeigt die LED in der Mitte, dass die Station am booten ist.

Hier sehen wir das gute Stück wieder voll im Einsatz. Die beiden Hälften werden von etwas Tesa-Film zusammen gehalten. Sieht (fast)
aus wie vorher, das Gehäuse hat zwar ein paar Schrammen, aber die meisten werden das gute Stück wahrscheinlich eh unterm Schreibtisch liegen haben…
Kosten für die Reparatur ca. 15 EUR (aber auch nur, weil es die Sicherungen nur im 10er-Pack gibt). Zeitaufwand für die ganze Prozedur vielleicht ne knappe Stunde…
Geil, endlich wieder vollen Empfangin der ganzen Bude!









Am 5. Februar 2007 um 18:27 Uhr
Eine Schere im Kopf ist in der Regel Ursache eines schweren neurologischen Schadens der auch zum Tod führen kann. Daraus folgt: Zensur kann töten!
Am 6. Februar 2007 um 21:00 Uhr
Das ist wohl wahr. Und bei Nasebluten hilf eine kalte Klinge im Genick …
Am 11. Mai 2007 um 11:57 Uhr
Hallo,
ich habe gerade auch erfolgreich meine APX repariert, dank der guten Anleitung.
Dummerweise habe ich zu viele Teile bestellt, weil mein Browser wohl den Warenkorb per Cookie vorher gespeichert hatte, und ich nicht darauf geachtet habe.
Ich habe jetzt noch 19 Sicherungen, 3 ICs und 3 Kondensatoren übrig.
Wer seine APX reparieren möchte (was wirklich nicht schwer ist) - kann bei mir günstig “Reparatur-Sets” per Brief bekommen.
Einfach per E-Mail melden an reinranzer@web.de
Gruß Felix.
Am 11. Mai 2007 um 13:24 Uhr
Coole Sache - Glückwunsch!
Gruß T.
Am 22. August 2007 um 18:51 Uhr
Leider sind mittlerweile alle Teile verkauft, sorry!
Also bitte keine Anfragen mehr, danke.
Gruß Felix.
Am 29. Oktober 2007 um 17:11 Uhr
Ich glaube, Ersatzteile gibt es bei
http://www.reichelt.de
Am 29. Oktober 2007 um 17:38 Uhr
Hi, danke für den Hinweis - hab jetzt noch nicht nach den Bauteilen gesucht, werd ich aber nachholen. Bei Conrad gabs die Teile leider nicht …
Am 30. Oktober 2007 um 23:44 Uhr
Hallo, ich such auch noch nach den Bauteilen. Bis auf Farnell hab ich keinen Anbieter gefunden leider verkaufen die nur an Gewerbetreibende und Stundenten. Bin leider keines von beiden.
Am 12. September 2008 um 15:47 Uhr
Bin am überlegen, mir eine kaputte APX zu kaufen und würde mich gerne an die Reperatur wagen. Kannst Du die Bilder wieder zur Verfügung stellen?
Vielen Dank schon mal.
Am 24. Oktober 2008 um 16:31 Uhr
hey, hast du noch ersatzteile?
Am 26. Oktober 2008 um 13:20 Uhr
Gude, nee sorry, keine Ersatzteile mehr vorhanden …